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Reingeschaut: Nordkurve – Ein Film von Adolf Winkelmann

Nordkurve Film Adolf WinkelmannNordkurve – Ein Film von Adolf Winkelmann (VHS, Laufzeit 100 min, absolut MEDIEN Berlin= , EAN: 4-9021308-813204, 14.90 €)

Fußball-Samstag in Dortmund: Das fängt schon vormittags hart an mit den Fans, die sich einzutrinken beginnen, mit den Spielern, die durchaus nicht immer aus dem eigenen Bett kommen, mit den Vereinsmeiers, die in Hinterzimmern an der lokalpolitischen Verfilzung arbeiten, und mit leicht mafiosen Figuren, als deren Beruf “Spielevermittler” gilt. Und wenn die Schlacht im Stadion geschlagen ist, hat der Tag noch lange kein Ende…

Ein am Anfang sehr verwirrender Film. Es werden Sprünge gemacht von Fans, die sich in ihrer Stammkneipe treffen, zu Managern und Finanzexperten, die den Verein zu retten versuchen, wieder zum Vorstand, der sich immer gut in Szene setzen will und dann auch noch zu einem ehemalige Spieler, der nicht ganz legale Geschäfte macht. Aber schon bald erkennt man die Zusammenhänge und es wird ein sehr unterhaltsamer Film.

Schauplatz ist ein Verein im Ruhrgebiet (spielt in schwarz-gelb, im Westfalenstadion und heisst Union 86 ;-)). Man steht finanziell mit dem Rücken zur Wand und der Abstieg droht. Die Lage ist, nicht nur bei den Vereinsoffiziellen, angespannt. Ein Spielervermittler versucht, sich durch einen Spieler eine Position im Verein zu “erpressen”. Ein Nachwuchsspieler, der eingewechselt werden soll, gerät in Panik und verschwindet vom Spielfeldrand und aus dem Stadion und gerät in die Fänge einiger Schläger. Die Stadionkneipe ist sehr beliebt bei einer Frau, die sich fast mit dem schmierigen Spielervermittler einlässt. Ein Hooligan, dessen Stadionverbot grade erst abgelaufen ist, randaliert mal wieder.

Der Film hat sehr viele Baustellen – und doch nur eine: Samstag nachmittag im Stadion. Für viele Menschen, grade im Ruhrgebiet die letzte Zuflucht vor dem Alltag. Wie bereits der Untertitel sagt (“Montag bis Freitag kannst du vergessen. Samstag ist der Tag), konzentriert sich das Leben bei einigen Leuten nur auf den Verein.

Eine gewisse, wenn auch unbeabsichtigte, Aktualität hat der Film jedoch auch: Dortmund – finanzielle Schwierigkeiten – Abstiegsangst. Auch, wenn es manchmal ein bisschen übertrieben dargestellt ist, 1993 kamen solchen Szenen auf den Rängen mit Sicherheit des Öfteren vor.

Einige Pressestimmen:

  • Cinema: “Einer der zehn besten Sportfilme weltweit”
  • Süddeutsche Zeitung: “Mit lakonischem Humor und zynischer Schärfe seziert Adolf Winkelmann (Die Abfahrer, Jede Menge Kohle) das harte Leben auf dem Abstiegsplatz.”
  • Ausgezeichnet mit dem Bundesfilmpreis

Ich würde vielleicht nicht so weit gehen zu sagen, dass es einer der zehn besten Sportfilme ist, aber ein sehenswerter Film ist es auf jeden Fall.

Wir bedanken uns beim Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Autor Chris Schneider
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