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Schwule Fussballer, kennt ihr welche? Was sagt ihr dazu?

GianFrancoZola fragte vor 12 Jahren

vorab das Interview im Spiegel: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,353963,00.html

„SPIEGEL ONLINE: Diese Sportler müssen mit großer Disziplin ein Doppelleben führen. Was bedeutet es, über Jahre eine Fassade aufrecht zu erhalten, mit permanenter Angst, entdeckt zu werden?

Hartmann-Tews: Das ist eine unglaubliche Belastung. Allerdings kann das Outing noch schlimmer sein. Es gab einen englischen Fußballer, Justin Fashanu von Nottingham Forrest, der sich 1990 öffentlich zu seiner Homosexualität bekannt hat, aber später unter dem Druck der Öffentlichkeit zusammengebrochen ist. 1998 hat er sich das Leben genommen. Die psychische Belastung, so etwas durchzustehen, kann man sich, glaube ich, gar nicht groß genug vorstellen."

Ich finde das ist ein interessantes Interview.

Was würdet ihr tatsächlich von schwulen Fussballern halten? Stellt euch mal vor Ballack würde verkünden, dass er schwul ist, nur als Beispiel, was würde ihn erwarten? Würden alle Sponsoren den Deal mit ihm kündigen? Könnte er noch Kapitän der Nationalmannschaft sein?

14 Antworten

Francescoli beantwortete vor 12 Jahren

Der Fußball bzw. die Situation in den Vereinen und Verbänden ist absolut schwulenfeindlich. Würde sich ein BuLi-Profi outen, hätte er es sehr schwer – IMO auch bei etwas „anderen" Vereinen wie St. Pauli, Freiburg oder Mainz. Ein prominenter Fußballer würde wohl auch seine Werbeverträge verlieren.

 

Interessant ist auch noch die Frage, warum Fußballerinnen offen lesbisch leben dürfen.

Siggi beantwortete vor 12 Jahren

Interessantes Thema, genau darüber habe ich mir in den letzten Wochen Gedanken gemacht. Schließlich spielen in der Bundesliga mehrere Hundert Männer – da muss es statistisch gesehen doch recht viele homosexuelle geben. Aber es ist IMHO für einen Profifußballer fast unmöglich, zu seiner Homosexualität zu stehen, denkt mal an verschiedene mannschaftsinterne Dinge oder auch an Situationen, die Fans betreffen. Auch wenn man heute öffentlich anders mit Homosexualität umgeht als noch vor 30 Jahren, ist das im Profifußball wirklich noch ein absolutes Tabuthema.

iransoccer beantwortete vor 12 Jahren

Also ich glaube es ist tödlich, für einen Fußballspieler, wenn er sich öffentlich als Homosexuell outet. Natürlich sind wir mittlerweile in einer Zeit, in der man mit dem Thema „aufgeschlossener" umgeht. Doch im Fußball gibt es andere Regel würe ich sagen.

Angenommen ein Spieler wie Ballack würde sagen, dass er schwul ist, dann wäre er der erste, der soetwas wagt und müsste dementsprechend behandelt werden. Ich gehe davon aus, dass viele seiner Anhänger in wahrscheinlich verachten würden, dennoch würde er vielleicht andere schwule Spieler dazu bewegen sich ebenfalls zu outen. Doch man muss mit sehr vielen Rückschlägen rechnen, denn ich denke Mitspieler können damit auch nicht wirklich ohne Probleme umgehen. Somit würde sich ein gewisser Druck auf den Spieler (in dem Kontext Ballack) aufbauen und dieser wäre nicht mehr in der Lage gute Spiele zu machen. Ballack müsste damit rechnen, dass er ausgepfiffen wird und dass er nicht mehr akzeptiert wird.

Denn der Fußball hat immer noch seine eigenen Gesetze, obwohl man eigentlich mit sehr viel Toleranz an so eine Sache rangehen müsste, dennoch glaube ich nicht, dass dies der Fall sein würde, wenn Ballack (bspw.) sich outen würde.

jc beantwortete vor 12 Jahren

Bei solchen Sachen ist es immer wichtig, dass jemand den Anfang macht, weil es für die Leute etwas neues ist und sie nicht wissen wie sie damit umgehen sollen. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich sagen, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass so ein Outing die Karriere des Spielers beendet. Wichtig dabei ist zunächst einmal, wie die Mannschaft darauf reagiert, wenn die den Spieler nicht auffängt, kann es ganz schnell bergab gehen.

Jinxo beantwortete vor 12 Jahren

Es gab vor kurzem auch mal im Magazin RUND. (11 Freunde Konkurrenz aus dem Hause kicker, bisher erst einmal erschienen) einen Bericht darüber und da wurde auch von einem schwulen Bundesliga-Spieler gesprochen, der Name, allerdings nicht „enttarnt". Ich denke gerade im Fußball, der doch sehr von dem Ruf als „harter Sport für echte Männer" lebt und deren Fans in großen Teilen eher homophob geprägt sind, ist es utopisch, dass ein offen schwuler Fußballer große Chancen hat, sowohl bei Fans als bei Sponsoren wird er wahrscheinlich schnell unten durch sein.

Etwas OT:

Das Interview führte Jens Todt

DER Jens Todt?

 

ashkan beantwortete vor 12 Jahren

Natürlich kann & sollte ein Fussballer nicht zugeben wenn er Schwul ist, ist doch klar. 🙄 Aber ich habe mal nachgedacht, alleine in der 1. Liga gibt es 18 Vereine, sagen wir mal jeder hat 25 Spieler, dass würden zusammengerechnet schon 450 Spieler sein.

Deshalb denke ich, es gibt in der Bundesliga bestimmt mindestens 2 oder 3 Schwule, obwohl ich mir das irgendwie nicht vorstellen kann, oder besser gesagt nicht vorstellen kann, wer das sein könnte… 😆

andi2511 beantwortete vor 12 Jahren

DER Jens Todt?

Ja, der Jens Todt. Auch Eigenrauch arbeitet doch mittlerweile journalistisch, wenn mich nicht alles täuscht.

Ich sehe ein Outing gerade was die Werbung betrifft nicht ganz so dramatisch. Sicher müsste ein Sponsor eine Kampagne überdenken, wenn sich das Standing und das Bild eines Spielers durch ein Outing grundsätzlich ändern würde, aber das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Entscheidend dabei wäre sicherlich auch, wie die Medienlandschaft, allen voran die BILD, mit einer solchen Aktion umgehen würde. Natürlich würde es entsprechende Schmährufe in den Stadien geben, aber ob eine größere Welle daraus wird, wird an den Redaktionstischen entschieden.

BigBorusse beantwortete vor 12 Jahren

Ich glaub auch, dass die Karriere eines Fussballers nach seinem Outing zu Ende ist. Aber mal ganz ehrlich: Wäre es denn so schlimm, wenn ein Spieler sich als schwul outen würde?? Das Wichtigste ist doch, dass er Leistung bringt und das kann sicherlich auch ein Schwuler… Also, mir wäre es Schnurz, was meine Gegenspieler in ihrer Freizeit machen, sofern sie mich nicht belästigen…  :mrgreen:

Aber es stimmt schon, es wäre irgendwie komisch, wenn ein Fussballer sich outen würde…

seyo beantwortete vor 12 Jahren

Deshalb denke ich, es gibt in der Bundesliga bestimmt mindestens 2 oder 3 Schwule, obwohl ich mir das irgendwie nicht vorstellen kann, oder besser gesagt nicht vorstellen kann, wer das sein könnte… 😆

Es gibt überall schwule, auch in der Bundesliga.

Sobald sich der 1. Outet folgen ihm die anderen auch.

Ich bin der Meinung es sollte einfach geheim bleiben,

so verhindert man Skandale, Spott der Fans & Medien.

Man konzentriert sich auf den eig. Sinn – nämlich den Fussball.

ole beantwortete vor 12 Jahren

Also, mir wäre es Schnurz, was meine Gegenspieler in ihrer Freizeit machen, sofern sie mich nicht belästigen…  :mrgreen:

:mrgreen: Hehe, das hab ich mir auch gedacht.

Aber mal echt: ich kann nicht abstreiten, dass ich einen Fussballer, der sich outet, nicht mehr richtig akzeptieren würde, obwohl ich eigentlich nichts gegen Schwule habe. Wie gesagt, ist halt etwas komisch.

Deshalb denke ich, es gibt in der Bundesliga bestimmt mindestens 2 oder 3 Schwule, obwohl ich mir das irgendwie nicht vorstellen kann, oder besser gesagt nicht vorstellen kann, wer das sein könnte…

Vielleicht Thorsten Fink, der Youri Djorkaeff küsste (ja, ich weiss der spielt keine Bundesliga mehr) oder Ronald Maul, der Fatmir Vata in den Genitalbereich langte  :mrgreen:

jc beantwortete vor 12 Jahren

Ich bin der Meinung es sollte einfach geheim bleiben,

so verhindert man Skandale, Spott der Fans & Medien.

Man konzentriert sich auf den eig. Sinn – nämlich den Fussball.

Schön und gut, aber für diese Spieler gibt es kein „einfach geheim bleiben", die müssen jeden tag aufpassen nicht gesehen zu werden. Und dann kann man die Fragen stellen: Können sich diese Spieler dann noch voll auf den Fußball konzentrieren? Und ist es nicht der eigentliche Sinn für diese Spieler, so normal wie möglich leben zu können?

ashkan beantwortete vor 12 Jahren

Vielleicht Thorsten Fink, der Youri Djorkaeff küsste (ja, ich weiss der spielt keine Bundesliga mehr) oder Ronald Maul, der Fatmir Vata in den Genitalbereich langte  :mrgreen:

LOL, wobei Küssen ist ja nix schlimmes, ganz im Gegenteil, ich finde es immer gut wenn ein Spieler bei seiner Auswechslung anstatt nur abzuklatschen dem Spieler der eingewechselt wird auch mal nen Kuss auf die Wange zu geben. Ich selber mache das zwar nicht, aber finde es trotzdem gut. 😆

ringelstutze337 beantwortete vor 12 Jahren

Also ich glaube es kommt auf den Spieler an.Wenn z.B ein Michael Ballack oder ein Beckham zugeben würde,das er schwul ist,dann gäbe es ein viel größeres täterä als beispielsweise bei einem Marek Nickl oder was weis ich

Aron Hunt.Außerdem gibt es doch reihenweise Politiker die schwul sind und da wird der mediendruck auch nicht zu groß.

jc beantwortete vor 12 Jahren

Also ich habe zwar keine Meinung dazu, ob sich die Spieler nun Abklatschen oder Küssen, bei Real küssen die Spieler sich ja alle und bei denen würde ich deswegen auch nicht Sagen, dass sie schwul sind (bis auf Guti vielleicht bei dem das  )….

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