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Was sind Devisenpaare?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 11.10.2019

Was sind Devisenpaare?

Welche Devisenpaare eignen sich für den Handel und gehören zu den bekanntesten? Es gibt weltweit über 200 Devisenpaare, welche Anleger beispielsweise über einen Broker handeln können. Doch was sind Devisenpaare eigentlich? Euro, USD oder GBP können nicht nur physisch getauscht, sondern auch an einer Börse gegeneinander gehandelt werden. Zu den wichtigsten Devisen gehören Euro oder USD, aber auch der CHF ist aufgrund seiner Wertstabilität in Krisenzeiten ein gerne genutztes Finanzinstrument beim Handel mit Währungspaaren. Wie Devisenpaare gehandelt werden können und was dabei zu beachten ist, zeigen wir.

  • Weltweit stehen über 200 Devisenpaare für Handel zur Verfügung
  • Euro, USD, GBP, GBP & JPY gehören zu den fünf wichtigsten Devisen weltweit
  • Anleger können Majors, Minors sowie Exoten an globalen Handelsplätzen traden
  • Kurs der Devisenpaare hängt vor allem von wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen ab

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Was sind Devisenpaare, die besonders häufig gehandelt werden?

Global stehen über 200 handelbare Devisenpaare zur Verfügung, die in drei verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

  • Majors
  • Minors
  • Exoten

Die Majors sind Devisenpaare, die häufig gehandelt werden sowie über ein hohes Volumen verfügen. Da sie dadurch äußerst liquide sind, empfehlen sie sich auch für das Anfänger-Trading beim Devisenhandel. Weltweit gibt es zehn Währungspaare, die besonders häufig gehandelt werden. Darunter befinden sich die fünf Währungen USD, EUR, JPY, GBP und CHF. Welche Devisenpaare von diesen genannten besonders interessant sind und warum, haben wir herausgefunden.

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Euro und USD

Als der Euro zur Jahrtausendwende eingeführt wurde, zählt er mit USD schnell zu den begehrtesten Devisenpaaren. Mehr als 20 Prozent des Gesamtdevisenhandels beziehen sich auf EUR/USD, denn beide Währungen stehen stellvertretend für die größten Wirtschaftsräume weltweit. Die Eurozone sowie die USA machen den größten Anteil des weltweiten BIPs aus und nehmen damit einen großen Einfluss auf die Kursentwicklungen und die übrigen Devisen. Zwar gilt auch China als führend, wenn es um das weltweite Bruttoinlandsprodukt geht, aber die chinesische Währung (Renminbi/Yuan) kann nicht frei am Markt gehandelt werden.

EUR/USD Kurs wird auch durch EZB bestimmt

Beeinflussend für den Kurs des Devisenpaares ist nicht nur die weltweite Wirtschaft, sondern dies sind auch die Entscheidungen der EZB. Hält die Europäische Zentralbank den Zinssatz beispielsweise auf einem besonders niedrigen Niveau, setzt dies den Kurs von EUR/USD unter Druck, sodass er im schlimmsten Fall deutlich nachgeben muss. Doch auch diese Marktsituation können die Forex Trader zu ihrem Vorteil nutzen, denn Investments sind auf fallende und steigende Kurse möglich.

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Euro und Schweizer Franken

Zu den bekannten Majors gehört auch EUR/CHF. Im Vergleich zu Euro und USD wird dieses Devisenpaar zwar weniger häufig gehandelt, ist aber nicht weniger wichtig. Mehr als fünf Prozent des Devisenhandels werden mit Euro und Schweizer Franken realisiert. Vor allem im europäischen Raum ist der Franken neben dem Euro und Britischen Pfund die führende Währung. Wie sich vor allem in der Finanzkrise 2008 und der Eurokrise (beginnend ab 2011) zeigte, hat sich der Schweizer Franken auch als krisensichere Fluchtwährung bewährt. Noch immer gilt die Schweiz bei vielen Anlegern als Mekka, wenn es um Investitionen bei Schweizer Banken oder in den Schweizer Franken geht. Vor allem bei größeren Krisen steigt die Nachfrage nach Schweizer Franken, was sich auf den Kursverlauf auswirkt. Besonders deutlich wurde dies Mitte 2016, als der EUR/CHF Kurs auf einem historischen niedrigen Stand von ca. 1,10 Franken fiel. Das bedeutete im Umkehrschluss, dass es zu einer Aufwertung des Franken kam.

Euro und Britisches Pfund

Das Britische Pfund gehört neben dem Euro und dem Schweizer Franken zu Europas wichtigsten Währungen. Der Handel von Euro und Pfund macht ca. ebenfalls fünf Prozent des gesamten Devisenhandels aus. Wie die Zukunft des Devisenpaares aussieht, bleibt mit Blick auf den Brexit sowie die damit verbundenen wirtschaftlichen Einschränkungen offen. Grundsätzlich sorgen aber politische Entscheidungen dafür, dass der Wechselkurs ins Schwanken gerät. Wer kurzfristig in das Devisenpaar investiert und die Positionen long oder short hält, kann dennoch von diesen kleinsten Schwankungen mit Scalping partizipieren.

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Devisenpaare Euro und Yen bzw. USD und Yen

Bei der Frage, welche Devisenpaare für Anleger bei den Majors noch in Betracht kommen, führt an EUR/Yen bzw. USD/Yen kein Weg vorbei. Wer USD und Japanische Yen handelt, agiert ebenfalls an einem liquiden Markt, denn dieses Devisenpaar macht ca. zwölf Prozent der weltweit gehandelten Währungspaare aus. Euro und Yen gehören ebenfalls zu den zehn Devisenpaaren, die am Finanzmarkt häufig gehandelt werden. Die japanische Wirtschaft ist im Aufwind und hat einen Anteil am Welt-Bruttoinlandsprodukt von mehr als vier Prozent. Sie zählt sogar zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsräumen, was auch der Kursentwicklung Aufschwung verleiht. Da Japan nicht nur ein großer Handelspartner Deutschlands, sondern durch seine Industrieprodukte auch ein ernster Konkurrent ist, hat die Kursentwicklung des Yen einen großen Einfluss auf den Euro und die deutsche Wirtschaft. Der Japanische Yen ist aber auch für den globalen Finanzmarkt enorm wichtig, da die japanischen Anleger vor allem in Investments- und Pensionsfonds riesige Geldbeträge verwalten und auf internationalem Parkett anlegen.

Hinweis: Die Aktualität der Kursdaten ist beim Handel mit Devisen besonders wichtig. Nicht alle Broker stellen die Kurse in Echtzeit (kostenlos) zur Verfügung. Da sich aber Währungskurse besonders schnell ändern können, sind Echtzeitkurse als Handelsgrundlage empfehlenswert. Bestenfalls suchen sich Anleger jenen Broker aus, der die Kurse in Echtzeit kostenlos zur Verfügung stellt oder zumindest das Chart-Paket in Echtzeit zu attraktiven Konditionen anbietet. Ein Forex Broker Vergleich kann bei der Auswahl geeigneter Anbieter helfen.

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Welche Devisenpaare lassen sich besonders erfolgreich handeln?

Für viele institutionelle Anleger gehört der Handel mit Devisen seit jeher zum Tagesgeschäft, aber mittlerweile finden auch immer mehr private Trader Gefallen daran. Lässt sich mit dem Handel der Devisenpaare wirklich Geld verdienen? Der Devisenhandel ist, wie viele andere Investment auch, interessant und riskant zugleich. Vor allem für weniger erfahrene Anleger kommt es aufgrund von typischen Anfängerfehlern häufig zu Verlusten, die im schlimmsten Fall nicht mit virtuellem Guthaben, sondern mit eigenem Kapital entstehen. Wer aber wesentliche Grundregeln beim Handel mit Devisen beachtet, kann das Risiko deutlich besser kontrollieren.

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Handel mit Devisen: vier Grundregeln erklärt

  1. Zunächst sollten sich Anleger genau mit den Grundlagen der Devisen befassen und nicht nur die Frage „Was sind Devisenpaare?“ beantworten, sondern sich auch mit den Eigenheiten zum Devisenhandel vertraut machen. Dazu gehört es, dass Anleger die wichtigsten Majors und Minors kennen und wissen, wodurch sich Währungskurse verändern können. Außerdem sollten sich Anleger nie auf dem erworbenen Wissen ausruhen, sondern sich stetig zum Devisenhandel weiterbilden.
  2. Die Auswahl eines geeigneten Forex Brokers ist beim Devisenhandel ebenfalls entscheidend. Mittlerweile gibt es unzählige renommierte Anbieter, die den Handel mit Euro, USD sowie anderen Devisen anbieten. Ein umfangreicher Forex Broker Vergleich kann dabei unterstützen, einen geeigneten Partner zu finden. Entscheidend dafür ist nicht nur das Devisenangebot, sondern ebenfalls die Kosten (Spreads) oder der Kundenservice und die Zusatzleistungen (beispielsweise Bonusleistungen für neue Anleger oder kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Webinare).
  3. Anlagestrategie heißt das Zauberwort, das nicht nur für den Handel mit Devisen entscheidend ist. Eine Strategie ist zwar kein Garant für einen Gewinn beim Handel mit Devisenpaaren, kann aber deutlich helfen. Die Strategie bietet die theoretischen Grundlagen und zeigt auf, wann der beste Zeitpunkt für den Ein- und Ausstieg gegeben ist. Deshalb dient sie den Anlegern auch als eine Art Fahrplan, um in Devisen zu investieren. Wichtig bei der Nutzung einer Anlagestrategie ist es, dass sie konsequent von Anfang bis zum Ende durchgeführt wird, um später bei der Analyse Schwachstellen zu erkennen sowie die Strategie auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.
  4. Der Überblick zu den wichtigsten Marktereignissen ist beim Devisenhandel besonders wichtig, denn die Währungskurse werden durch politische Entscheidungen oder andere globale Faktoren beeinflusst. Viele Broker bieten deshalb Wirtschaftskalender gratis an, in denen die wichtigsten Events der nächsten Tage, Wochen oder Monate sowie die prognostizierten Auswirkungen erfasst sind. Auf Wunsch können sich Anleger auch aktuelle News rund um die Marktentwicklungen als Push-Benachrichtigung auf das Smartphone senden lassen, um nichts mehr zu verpassen.

Hinweis: Wer als unerfahrener Anleger in Devisenpaare investieren möchte, dem empfehlen wir die Nutzung von einem kostenlosen Demokonto. Die meisten Broker stellen es unabhängig von einem Live-Konto mit virtuellem Guthaben und häufig sogar ohne zeitliches Limit zur Verfügung.

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4 Tipps, wie Anleger Devisen kaufen können

Der Handel mit Devisen ist einfach zugänglich über einen Broker möglich, dennoch gibt es dabei einiges zu beachten. Der Markt zeigt eine große Transparenz, was ihm einen Vorteil gegenüber anderen Märkten (beispielsweise Wertpapiere) verschafft. Damit haben es auch Trading-Anfänger deutlich einfacher, in Devisenpaare zu investieren und sich die Kursentwicklungen zunutze zu machen. Viele wichtige Tipps zum Forex Handel können noch unterstützender wirken.

  1. Tipp: Ein Tipp, der gerade für Trading-Anfänger gar nicht oft genug betont werden kann, ist das Setzen von Limits. Das bedeutet, dass Anleger lediglich einen bestimmten prozentualen Anteil ihres Investitionsvolumens pro Trade einsetzen und in keinem Fall mit ihrem gesamten Kapitaleinsatz eine Position eröffnen. Erfahrungsgemäß haben sich prozentuale Einsätze zwischen fünf und zehn Prozent des Guthabens bewährt, doch diese Angaben sind natürlich variabel. Trading-Anfänger sollten mit eigenem Guthaben zunächst mit einem möglichst geringen Eigenkapitalanteil beginnen.
  2. Tipp: Bei den Devisenpaaren herrschen Unterschiede hinsichtlich ihrer Liquidität. Vor allem die Hauptwährungspaaren haben sich als besonders liquide bewährt und sind deshalb auch für Trading-Anfänger zu empfehlen. Exotische Währungen bieten zwar häufig interessante Gewinnmöglichkeiten, sind aber weniger liquide und bergen deshalb ein erhöhtes Risiko. Sie werden oft von Spekulanten genutzt, die über die notwendige Handelserfahrung verfügen.
  3. Tipp: Das Risikomanagement ist beim Handel mit Devisenpaaren unverzichtbar. Dazu gehört es, sich eine Verlustbegrenzung zu setzen. Mit jeder eröffneten Position sollten Anleger auch eine Stop-Loss-Order setzen, um die Position einer gewissen Verlustschwelle automatisch schließen zu können.
  4. Tipp: Es ist empfehlenswert, dass Anleger sich vor der Kauforder entscheiden, ob die Position glattgestellt (also verkauft) werden soll. Der Vorteil: Die Anleger erliegen nicht der Versuchung, dass sie mehr Gewinne erzielen und damit eventuell den rechtzeitigen Verkaufspreis verpassen und dadurch schlimmstenfalls Verluste entstehen.

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So können Verluste besser begrenzt werden

Die vier Tipps können dabei helfen, Devisen erfolgreich zu handeln. Aber es gibt auch andere Gründe, weshalb Anleger trotz Anlagestrategie oder Tradingwissen Verluste erleiden. Devisenpaare können bereits mit wenig Eigenkapital gehandelt werden, das schützt allerdings nicht vor Verlusten. Selbst wenige Cents Eigenkapital Verlust sind schmerzhaft, denn sie zeigen ganz praktisch die Fehleinschätzung eines Investments auf. Dafür gibt es häufig ganz profane Ursachen, wie beispielsweise:

  • Emotionalität,
  • mit der Masse handeln,
  • Anlagestrategie nicht bis zum Ende durchführen,
  • Faulheit.

Gerade Emotionalität ist bei unerfahrenen Anlegern häufig ein Grund dafür, weshalb der Handel am Devisenmarkt mit einem Verlust endet. Hoffnung, Angst oder Gier sind emotionale Impulse, welche rationelle Handelsentscheidungen verdrängen und häufig zu überstürzten Handelsaktivitäten führen. Selbst bekannte Tipps und Tradingwissen werden durch Emotionalität über Bord geworfen und Trader investieren aus dem Bauch heraus. Doch auch der Devisenmarkt funktioniert auf Basis von rationellen Entscheidungen in Wirtschaft und Politik und richtet sich weniger nach Emotionalität. Deshalb sollten Anleger emotionale Handelsentscheidungen stets vermeiden.

Faulheit führt häufig zu Fehlern

Wer sich als Anleger nicht detailliert mit den aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft oder Politik befasst, kann ebenfalls schnell Verluste erleben. Gerade Devisenpaare reagieren auf Entscheidungen von großen Banken, großen Wirtschaftsunternehmen oder der allgemeinen Wirtschaftsstimmung.

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Fazit: Vor allem EUR/USD, EUR/GBP und andere Majors besonders interessant für Devisenhandel

Was sind Devisenpaare? – Diese Frage sollte sich jeder Anleger vor dem Handel bei einem Broker stellen. Nur wer die Grundlagen zum Devisenhandel versteht, kann auf Dauer erfolgreich investieren. Welche Devisenpaare sind für Trader besonders interessant? Aufgrund der hohen Liquidität eignen sich die Hauptwährungspaare, wie EUR/USD, EUR/JPY, USD/EUR oder USD/GBP, besonders für das Investment. Interessant sind auch Majors oder Exoten, doch sie werden aufgrund ihrer geringen Liquidität vor allem von Spekulanten bevorzugt. Der Devisenhandel bietet zahlreiche Vorteile, darunter eine Markttransparenz sowie einen einfachen Handelseinstieg. Doch trotz der vermeintlichen Einfachheit gibt es auch Ursachen, die immer wieder zum Verlust des Investments führen können. Emotionalität oder eine fehlende Strategie sind nur zwei davon. Wer sich beim Investment in Devisen nicht über aktuelle Marktsituationen (politisch und wirtschaftlich) informiert, kann auch mögliche Muster und Trendentwicklungen nicht rechtzeitig erkennen und investiert falsch und erzielt im schlimmsten Fall Verluste. Um dies zu vermeiden, können Devisenpaare ohne Risiko zunächst mit einem Demokonto bei vielen Brokern gehandelt werden.

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Autor Chris Schneider
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