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Was ist ein Forex Pip?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 02.06.2019

Was ist ein Forex Pip?

Der Forex Pip Wert ist für den Handel äußerst wichtig. Doch was ist ein Forex Pip eigentlich? Wechselkurse beim Devisenhandel unterscheiden sich in einem Paar und genau das wird mit einem Pip Forex ausgedrückt. Die Werte lassen sich mithilfe von einem Forex Pip Rechner kalkulieren, um bereits im Vorfeld mögliche Gewinne oder Verluste abschätzen zu können. Die Pips werden in verschiedenen Größen unterteilt, denn neben einem Pip gibt es auch Pipette, was 1/10 des Pips ausmacht. Wie Pips beim Forex Handel genau berücksichtigt werden und welche Rolle diese einnehmen, zeigen wir.

  • Pips messen die Veränderungen Währungskurses
  • Meist ist vierte Dezimalstelle für Pip Wert entscheidend
  • Pips können auch einfach mit Rechner kalkuliert werden
  • Mit Pips können Anleger im Vorfeld Gewinne und Verluste abschätzen

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Was ist ein Forex Pip und was zeigt er eigentlich?

Wer Devisen handelt, hat stets zwei Währungen, die sich gegenüberstehen. Die Kurse dieser beiden Währungen unterscheiden sich und genau diese Differenz wird in einem Forex Pip Wert ausgedrückt. Damit entspricht ein Pip Forex der Maßeinheit für die Veränderungen. Handelt der Trader beispielsweise eines der beliebtesten Devisenpaare EUR/USD und steigt der Kurs von 1.2050 auf 1.2051, beträgt der Wertanstieg 0,0001 USD – ein Pip. Das Pip ist bei den meisten Devisen die letzte Dezimalstelle eines Preisangebotes, da die meisten Devisenpaare vier Dezimalstellen haben. Es besteht allerdings eine Ausnahme, den JPY. Hier wird der Pip-Wert für die letzten zwei Dezimalstellen ermittelt, denn im Gegensatz zu anderen Devisen ist der Japanische Yen deutlich weniger wert. Alle Anleger handeln das Devisenpaar USD/JPY mit den identischen Kursdaten: Anstieg von 1,2050 auf 1,2051, so liegt der Pip bei 0,01.

Pipette – was ist das?

Einige Forex Broker geben die Standard-Dezimalstellen nicht nur mit vier und zwei, sondern auch mit fünf und drei an. Sie werden als Pipette bezeichnet, einen Teil des Pips. Beim Handel des Devisenpaares GBP/USD sieht dies wie folgt aus: Der Kurs steigt von 1,40542 auf 1,40543. Das bedeutet eine Pipette im Wert von 0.00001 USD. Allerdings arbeiten die meisten Forex Broker mit den gängigen Pip Forex.

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Forex Pip Rechner – wie wird Pips berechnet?

Geht es um die Klärung der Frage „Was ist ein Forex Pip?“, darf der Blick auf die Kalkulation nicht fehlen. Trader können Pips wahlweise selbst berechnen oder dafür einen meist kostenlosen Forex Pip Rechner beim Broker verwenden. Um zu zeigen, wie einfach die Berechnung funktioniert, wählen wir ein Beispiel. Die Wechselkurse beim Devisenhandel werden für ein einfacheres Verständnis im Verhältnis ausgedrückt. Das bedeutet in der Praxis: EUR/USD mit 1,3500 wird mit 1 EUR/1,3500 USD bezeichnet.

Beispiel für die Kalkulation mit USD/CAD

Nehmen wir für das erste Beispiel für den Forex Pip Rechner das Devisenpaar USD/CAD mit 1,3000. Daraus ergibt sich folgendes Wechselkursverhältnis: 1 USD/ 1,3000 USD. Der Pip-Wert wird mit einer einfachen Formel berechnet: Wertänderung in Gegenwährung x Wechselkursverhältnis. In unserem Beispiel bedeutet das: 0,0001 CAD x (1USD/1,3000 USD). Das macht in unserem Fall einen Pip im Wert von 0,00013 USD/gehandelten Anteil. Wenn Trader 10.000 Einheiten USD/CAD handeln, würde die Änderung des Pip-Wertes um 1 ca. eine Veränderung des Positionswertes von 1,3 ergeben (10.000 Einheiten x 0,00013 USD/Einheit).

Hinweis: Bei der Berechnung der Pips sprechen wir von „Circa-Angaben“, da sich der Wechselkurs ständig ändern kann und damit auch die Pips. Berechnen Trader vor ihren Investments die Pips, sollte dieses Wissen stets im Hinterkopf sein.

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Berechnung mit JPY als Beispiel

Wir wissen bereits, dass die Berechnung bei den Pips meist auf Basis der vierten Dezimalstelle stattfindet. Den Unterschied macht der JPY, denn hier wird die zweite Dezimalstelle dafür genutzt. In unserem Beispiel handeln wir das Devisenpaar GBP/JPY mit 124,000. Die Formel für die Berechnung des Wertes lautet wieder: Wertveränderung Gegenwährung x Wechselkursverhältnis. Für unser Beispiel des Devisenpaares bedeutet es: 0,01 JPY x (1 GBP/124,000 JPY). Daraus ergibt sich ein Pip-Wert von 0,00008065 GBP. Wer beispielsweise 10.000 Einheiten handelt, hat demzufolge einen Pip-Wert von ca. 0,813 GBP.

Pip und Positionsgröße sind untrennbar

Der Wert eines Pips und die Positionsgröße sind beim Devisenhandel untrennbar. Die verschiedenen Positionsgrößen nehmen einen maßgeblichen Einfluss auf den Wert eines einzelnen Pips. Auch hier bemühen wir wieder ein Beispiel für das bessere Verständnis:

  • 1 Standard Lot: 100.000 Einheiten der Basiswährung; Handelsvolumen: 1,0.; Pip-Wert: 10 USD
  • 1 Mini Lot: 10.000 Einheiten der Basiswährung; Handelsvolumen: 0,1; Pip-Wert: 1 USD
  • 1 Micro Lot: 1.000 Einheiten der Basiswährung; Handelsvolumen: 0,01; Pip-Wert: 0,10 USD
  • 1 Nano Lot: 100 Einheiten der Basiswährung; Handelsvolumen: 0,001; Pip-Wert: 0,01 USD

Die meisten Broker bieten den Handel in Standard oder Micro Lot an. Nano Lots sind beispielsweise hingegen äußerst selten zu finden.

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Wie werden Gewinne und Verluste mit Pips kalkuliert?

Die Pips spielen vor allem eine Rolle, wenn es um die Kalkulation der Gewinne und Verluste beim Trading geht. Kein Anleger möchte freiwillig gezielt Verluste erzielen, sondern bestenfalls Gewinne einfahren. Um zu sehen, wie sich die Profite und Verluste kalkulieren lassen, nutzen wir wieder ein praktisches Beispiel.

Kalkulation der Gewinne mit EUR/USD

EUR/USD zählt zu den am häufigsten gehandelten Devisenpaaren, deshalb ist dies auch unser Beispiel. Wir handeln zwei Standard Lots. Die Position wird bei 1,2550 mit einem Pip-Gewinn von 70 geschlossen. Der Gesamtgewinn des Trades lässt sich daraus wie folgt berechnen: Gewinn x Pip-Wert. Der Pip-Wert wird wie folgt kalkuliert: (0,0001/1,2550) x 200.000 = 15,93 EUR. Daraus ergibt sich ein Handelsgewinn von insgesamt 1,12 EUR (70 Pips x 15,93 EUR).

Gewinn mit USD/JPY berechnen

Eine Berechnung kann auch mit dem Devisenpaar USD/JPY erfolgen. Dafür handeln wir 50.000 USD und schließen bei 120,65 mit einem Verlust von 60 Pips. Zur Erinnerung: Beim Japanischen Yen ist der Pip die zweite Dezimalstelle. Daraus ergibt sich die folgende Berechnung:

  • Pip-Wert: 0,01/120,65) x 50.000 USD = 4,14 USD
  • Verlust USD: 60 Pips x 4,14 USD = 248,40 USD

Wer die Pips nicht selbst ausrechnen möchte, kann dafür auch einen Rechner benutzen, der bei vielen Brokern zur Verfügung steht und die Kalkulation vereinfacht. Ein Demokonto eignet sich ebenfalls, um ein besseres Gefühl für die Pips und deren Auswirkungen ohne Risiko zu testen.

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Wichtige Terminologien zum Forex Trading

„Pip“ ist im Forex Handel ein wichtiger Begriff, aber es gibt auch andere Terminologien, die Anleger kennen sollten. Dazu zählen beispielsweise:

  • Hebel
  • Margin
  • Spread
  • Majors
  • Minors

Damit Anleger beim Trading mit Devisenpaaren immer wissen, worum es geht, haben wir die wichtigsten Begriffe erklärt.

Hebel oder Leverage

Beim Devisenhandel ist bei einem Forex Broker häufig vom Hebel oder vom Leverage die Rede. Letzterer wird vor allem von Brokern mit Sitz in Großbritannien genutzt. Mit dem Hebel können die User deutlich mehr Kapital in den Markt bringen, ohne es dabei tatsächlich hinterlegen zu müssen. Stattdessen wird eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Marge oder Margin, hinterlegt. Für das bessere Verständnis haben wir auch hier ein praktisches Beispiel. Hat ein Trader eine Margin von 1.000 USD auf seinem Handelskonto und eröffnet eine Position von 100.000 USD, wendet er einen Hebel von 1:100 an. Bei einer Positionshöhe von 200.000 Euro und der gleichen Sicherheitsleistung ist es ein Hebel von 1:200. Für den Devisenhandel ist der Hebel für private Anleger aber nicht mehr zu hoch, sondern er wurde zum Schutz der Trader eingeschränkt. Majors können die Anleger mit maximal 1:30 und übrige Devisenpaare mit 1:20 handeln.

Tipp: Wer sich als professioneller Anleger bei einem Broker registriert, kann mit einem höheren Hebel agieren. Um allerdings als professioneller Trader zu gelten, müssen die Anleger verschiedene Voraussetzungen (werden individuell vom Broker definiert) erfüllen.

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Margin oder Sicherheitsleistung

Ein weiterer, wesentlicher Begriff aus dem Devisenhandel ist die Sicherheitsleistung, die auch als Margin bezeichnet wird. Sie dient zur Eröffnung einer Position, denn dafür ist stets eine Einzahlung gefordert. Hinterlegen die Trader die Sicherheitsleistung, wird die Position aufrechterhalten. Entscheidend sind auch die Anforderungen für die Höhe der Sicherheitsleistung, die bei jedem Broker individuell vereinbart sind. Wer ein Margin-Guthaben von 1.000 USD auf dem Konto hat und mit einer Margin-Anforderung von einem Prozent handelt, kann die Position bis zu 100.000 Euro traden. Damit können Anleger einen Hebel von 1:100 nutzen und bringen mehr Kapital in den Markt, ohne es tatsächlich investieren zu müssen.

Spread

Spreads sind die Differenz zwischen dem Verkauf und Kauf, dem Geld- und Angebotspreis. Für das bessere Verständnis schauen wir uns auch hierfür wieder ein Beispiel an. Handeln die Trader EUR/USD bei der Notierung 1.4200/1.4203, beträgt der Spread 2 Pips.

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Majors und Minors

Es gibt Devisen, die aufgrund ihrer Stärke zu den Hauptwährungen zählen und am Markt am häufigsten gehandelt werden. Dazu gehören USD, EUR, JPY, GBP, CHF, CAD, AUD, NZD. Diese Währungen werden in den Majors Pairs an den Börsen von Anlegern besonders häufig für das Investment genutzt. Zu den beliebtesten Devisenpaaren zählen:

  • EUR/USD
  • USD/JPY
  • USD/CHF
  • USD/CAD
  • AUD/USD
  • NZD/USD

Im Gegenzug gibt es auch Devisen und Devisenpaare, die aufgrund ihrer Wirtschaftskraft weniger häufig gehandelt werden. Beispiele dafür sind die indische Rupie oder die türkische Lira. Darauf basierend gibt es auch exotische Währungspaare, zu denen beispielsweise USD/SEK zählt.

Basiswährung

Beim Handel mit Devisen ist von der Basiswährung und der Gegenwährung die Rede. Doch worum geht es dabei eigentlich? Devisen werden immer im Paket gegeneinander gehandelt, sodass der Wechselkurs zweier Währungen gegenübergestellt wird. Die Reihenfolge beim Devisenpaar entscheidet darüber, welches die Basiswährung und welches die Gegenwährung ist. Schauen wir uns dazu das Devisenpaar EUR/USD an. An erster Stelle steht EUR, was die Basiswährung ausmacht. Die zweite Stelle ist der USD, der als Gegenwährung gilt. Wer dieses Devisenpaar handelt, erfährt durch den Wechselkurs, wie viel er in Bezug auf die Gegenwährung zahlen muss, um entsprechende Einheiten in der Basiswährung zu erwerben. Wir handeln das Devisenpaar EUR/USD für 1,42105. Das bedeutet für die Anleger, dass sie 1,42105 USD zahlen müssen, um einen Euro erwerben zu können.

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Verkauf der Basiswährung

Beim Verkauf sieht es anders aus. Der Wechselkurs gibt den Anlegern an, wie viel sie von der Gegenwährung für den Verkauf der Einheit der Basiswährung erhalten. In unserem Beispiel bekommen die Anleger durch den Verkauf von einem Euro 1,42105 USD.

Ask und Bid

Ask und Bid sind ebenfalls zwei wesentliche Begriffe aus dem Forex Handel. Der Ask und Bid Preis sollte deshalb jeden Anleger geläufig sein. Der Bid Preis gibt an, zu welchem Preis der Markt das Devisenpaar kaufen wird. Für diesen Preis können die Händler die Basiswährung an die Anleger verkaufen. Der Ask Preis gibt an, zu welchem Preis der Markt das Devisenpaar verkauft. Umgangssprachlich wird er auch als Briefkurs bezeichnet.

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Weitere Begriffe: Stop Loss, Take Profit, Profit/Loss

Risikomanagement ist beim Handel mit Devisen besonders wichtig, um nicht am Ende sein gesamtes Investment zu verlieren. Zu den wichtigsten Begriffen rund um das Risikomanagement zählen beispielsweise:

  • Stop Loss
  • Take Profit
  • Profit/Loss

Eine Stop-Loss-Order ist dafür da, um eine Position zu schließen, wenn ein bestimmter Wert erreicht ist. Damit schützen sich Anleger von höheren Verlusten, wenn eine Position noch geöffnet ist. Entwickeln sich die Preise des Trades nicht günstig für Anleger, werden mit Stop Loss die Verluste begrenzt.

Take Profit

Take-Profit-Orders gehören ebenfalls zu den Risikomanagement-Tools. Damit wird die Position automatisch geschlossen, wenn ein zuvor definiertes Gewinnziel erreicht wurde. Dadurch schützen sich Anleger vor einem Gewinnverlust, wenn sich der Preis beispielsweise nach dem eigentlichen Gewinn unerwartet umkehrt und die Trader damit Verluste oder einen geringeren Gewinn erzielen würden.

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Profit/Loss

Dieser Begriff wird im Devisenhandel ebenfalls häufig angewendet und steht für die Handelserlöse, welche aus geschlossenen Handelspositionen erzielt wurden.

Hinweis: Jeder Forex Trader sollte bei seinen Handelsaktivitäten auf ein Risikomanagement achten. Darunter werden Strategien zusammengefasst, die das finanzielle Risiko besser kontrollierbar machen sollen. Ein Risikomanagement ist allerdings kein Garant für einen ständigen Gewinn. Nur wer umsichtig mit seinem Kapital agiert, kann länger am Markt aktiv sein und final bestenfalls höhere Gewinne erzielen.

Fazit: Pips beim Forex Trading nicht wegzudenken

Was ist ein Forex Pip? Diese Frage stellen sich womöglich Anleger, wenn sie das erste Mal investieren und beim Broker den Begriff lesen. Es handelt sich dabei um ein unscheinbares Wort, was allerdings in Bezug auf den Trading-Erfolg oder den Misserfolg einen entscheidenden Einfluss haben kann. Pips spiegeln die Kursveränderungen der Wechselkurse eines Devisenpaares wider. Selbst die kleinste Erhöhung der Preisbewegung wird durch Pips ausgedrückt. Ein Punkt Veränderung entspricht einem Pip, wobei es aber auch kleinere Einheiten (Pipette) gibt. Die Pips können Trader ganz einfach mit einem Rechner kalkulieren oder am Währungskurs ablesen. Grundsätzlich gilt stets die vierte Dezimalstelle in einem Kurs als Pip-Wert, aber beim JPY ist es die zweite Dezimalstelle. Alle Währungspaare, die mit dem JPY gehandelt werden, sind also an der zweiten Dezimalstelle entscheidend. Es gibt neben den Pips noch weitere Grundbegriffe, die im Forex Handel nicht fehlen dürfen. Dazu zählen beispielsweise der Hebel, die Sicherheitsleistung oder Stop Loss. Wer sich zunächst ohne Risiko mit den Begrifflichkeiten und dem Devisenhandel vertraut machen möchte, kann bei zahlreichen Brokern ein kostenloses Demokonto zum Üben nutzen.

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Autor Chris Schneider
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