Broker/Trading Ratgeber/Forex/Welches sind die Hauptforexpaare?

Welches sind die Hauptforexpaare?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 08.10.2019

Forex Paare

Weltweit werden täglich am Devisenmarkt unzählige Währungspaare gegeneinander gehandelt. Doch nicht alle Währungen sind gleich wichtig oder liquide. Die Unterteilung der Forex Paare erfolgt in die Majors und Minors – die Hauptwährungen und Nebenwährungen. Die wichtigsten Forex Paare sind beispielsweise EUR/USD oder USD/JPY. Der USD oder der EUR zählen weltweit zu den führenden Devisen. Warum diese Devisen im globalen Handel solch eine große Bedeutung haben und wie Trader mit ihnen investieren können, haben wir uns näher angeschaut. Außerdem geben wir einen Einblick, welche Devisenpaare noch zu den Majors gehören.

  • 4 Majors: EUR/USD, USD/JPY, GBP/USD, USD/CHF
  • Majors gelten als liquide und „stark“
  • Vor allem CHF als krisensichere Währung
  • Hebel für Majors 1:30

Jetzt Konto bei unserem Forex-Testsieger XTB eröffnen»

Die wichtigsten Forex Paare: Majors erklärt

Welches sind die Hauptforexpaare? Der globale Handel am Devisenmarkt umfasst unzählige Forex Paare, wobei längst nicht alle täglich mit einem hohen Volumen gehandelt werden. Es gibt aber auch Währungspaare, die aufgrund der Liquidität von vielen Anlegern für das Deviseninvestment genutzt werden. Dazu zählen:

  • EUR/USD
  • USD/JPY
  • GBP/USD
  • USD/CHF

Warum sind diese Devisenpaare so interessant und wie können Anleger investieren? Das Paar EUR/USD gilt als das am häufigsten gehandelte Devisenpaar und hat unter Kennern auch den Spitznamen „Fiber“. Allein 2016 machte der Handel des Forex Paares 23 Prozent der Devisengeschäfte in der EU aus. Da der Handel mit dem Devisenpaar so beliebt ist, können Trader meist mit engen Spreads investieren. Die hohen Mengen haben reduzierte Preisunterschiede zwischen Angebot und Nachfrage zufolge. Deshalb ist dieses Devisenpaar auch für Trading-Anfänger besonders interessant.

USD/JPY

Welches sind die Hauptforexpaare? Zweifelsohne gehört dieses Währungspaar dazu. Unter Börsenexperten ist es ebenso unter „The Ninja“ bekannt. USD/JPY wird als zweithäufigste Währungspaar am globalen Markt gehandelt. Vor allem der Yen ist ein beliebtes Finanzinstrument von Carry-Tradern. Sie leihen ihn und investieren in höher verzinsliche Devisen. Die Bank of Japan hat einen sehr niedrigen Zinssatz ausgegeben, denn sie muss seit Längerem die niedrige Inflation sowie das geringe Wachstum damit bekämpfen. Beliebt ist dieses Devisenpaar auch, da die Liquidität äußerst hoch ist. Es wird ebenfalls in hohen Mengen gehandelt, was wiederum zu günstigen Bid-Ask-Spreads führt.

XTB Produkte

Unser Testsieger XTB bietet eine große Auswahl an handelbaren Produkten an

GBP/USD

Auch dieses Devisenpaar zählt zu den Majors und hat ebenfalls unter Kennern einen Spitznamen: the Cable. Dieser geht auf den Ursprung, die Unterwasserverbindung in Form von Kabeln, die zu früheren Zeiten die Bid-Ask-Angebote über den Atlantik leiteten, zurück. GBP/USD steht in enger Verbindung mit dem Devisenpaar EUR/USD, da die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (noch) äußerst stark sind. Aufgrund der hohen Liquidität haben Anleger auch hier den Vorteil der engen Bid-Ask-Spreads.

USD/CHF

„Swissy“ ist der Spitzname des Schweizer Frankens und auch er ist als Devisenpaar mit dem USD äußerst beliebt. Für viele Trader gilt er als sicheres Investment, da der Franken als krisensichere Währung gilt. Bei der Finanzkrise war deutlich zu sehen, dass zahlreiche Investoren in der Schweiz oder in den Franken investierten. Insbesondere bei einer Volatilität oder einem erhöhten Risiko am Markt ist der Franken ein interessantes Finanzinstrument und zählt deshalb ebenfalls zu den Majors im Devisenhandel.

Jetzt Konto bei unserem Forex-Testsieger XTB eröffnen»

Die wichtigsten Rohstoffwährungen

Auf die Frage „Welches sind die Hauptforexpaare?“ gibt es durch die wichtigsten Rohstoffwährungen noch eine ergänzende Antwort. Einige Devisen sind an die Entwicklung der Rohstoffe gebunden, denn das wirtschaftliche Geschick des Landes baut maßgeblich auf den vorkommenden Rohstoffen auf. Dazu gehört beispielsweise der AUS, der NZD oder der CAD. Diese Devisen werden ebenfalls mit verschiedenen gegen Währungen gehandelt und gelten als besonders wichtige Forex Paare.

AUD/USD

Dieses Devisenpaar ist stark von der Entwicklung der Rohstoffminen, von Wolle, Weizen und Rindfleisch abhängig. Die USA gelten als wichtiger Produzent für Getreide und Rindfleisch. Aber auch in Australien sind Rohstoffe besonders bestimmend für den Kurs des AUD, denn der „Aussie“ ist an die Entwicklung der Rohstoffminen geknüpft. Wie die Erfahrungen zeigen, entwickelt sich der AUD gut, wenn die wirtschaftliche Lage in China auf Erfolgskurs ist. Da China als großer Handelspartner und Abnehmer der Rohstoffe der Australier gilt, beflügelt das ebenfalls den Kurs des AUD.

XTB Kryptohandel

Neben dem Devisenhandel bietet der Broker XTB auch den Handel mit Kryptowährungen an

USD/CAD

Der CAD wird umgangssprachlich als „Loonie“ bezeichnet und gilt zusammen mit dem USD als wichtiges Devisenpaar. Kanadas Wirtschaft ist durch Öl, Holz oder Erdgas geprägt, sodass der Kurs der Währung deutlich durch die Entwicklung am Rohstoffmarkt beeinflusst wird. Außerdem ist Kanada aufgrund der geografischen Nähe auch mit der amerikanischen Wirtschaft verbunden, sodass dieses Devisenpaar ebenfalls interessant für den Handel ist.

NZD/USD

Der NZD ist als „Kiwi“ bekannt und seine Entwicklung hängt stark von Landwirtschaft und Tourismus in Neuseeland ab. Deshalb sind Daten und Veröffentlichungen in diesen beiden Sektoren immer besonders interessant für die Kursentwicklungen. Auch die Zentralbanken in Neuseeland und anderen Ländern nehmen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der einzelnen Devisen und Devisenpaare. Jede Änderung ihrer Geldpolitik kann zur Volatilität führen, die wiederum für Anleger vorteilhaft genutzt werden kann.

Jetzt Konto bei unserem Forex-Testsieger XTB eröffnen»

Cross Pairs im Devisenhandel

Es gibt beim Devisenhandel auch einige sogenannte „Cross Pairs“. Sie beinhalten nicht den USD, sondern die Währung, die früher vor dem Handel von einer Devise gegen USD getauscht werden musste. Besonders populäre Kreuzpaare sind beispielsweise:

  • EUR/GBP
  • EUR/JPY
  • EUR/CHF

Auch sie lassen sich von Anlegern für das Deviseninvestment nutzen. Besonders weit verbreitet ist das Kreuzpaar EUR/GBP. Die Beziehung der europäischen und britischen Wirtschaft ist dabei entscheidend und kurstreibend. Für Anleger ist die Prognose bei diesem Devisenpaar häufig schwierig, da beide Wirtschaftsregionen eng miteinander verknüpft sind. Dennoch kann sich aufgrund der Marktentwicklung dieses Cross Pair als interessante Investmentmöglichkeit herausstellen.

XTB Handelsplattformen

Bei XTB kann der Handel mit dem MT4 oder mit der brokereigenen xStation 5 erfolgen

EUR/JPY und EUR/CHF

Ein weiteres Cross Pair ist EUR/JPY. Viele Trader können die Entwicklungen dieses Devisenpaares deutlich einfacher prognostizieren als USD/JPY. Ähnlich sieht es bei dem Kreuzpaar EUR/CHF aus. Vor allem aufgrund der Popularität des Schweizer Franken ist dieses Devisenpaar äußerst interessant und gilt vor allem in volatilen Marktsituationen als interessante Investitionsmöglichkeit.

Exotische Währungen im Devisenhandel

Es gibt auch Währungspaare, die beim Handel weniger Beachtung finden, dennoch in einzelnen Marktsituationen interessant sein können. Dazu zählen die sogenannten exotischen Devisenpaare oder „Exotics“. Darunter werden Devisen zusammengefasst, die beispielsweise aus aufstrebenden Volkswirtschaften stammen und mit einer Hauptwährung gepaart werden. Hierzu zählen unter anderem USD/HKD, USD/SGD, USD/SEK oder EUR/TRY.

Jetzt Konto bei unserem Forex-Testsieger XTB eröffnen»

Was beeinflusst die Kursentwicklungen der Hauptforexpaare?

Wer Majors am Devisenmarkt handeln möchte, sollte wissen, wodurch die Kurse sich verändern können. Durch verschiedene Ereignisse werden Impulse gesetzt, durch die sich die Devisenpaare in eine bestimmte Richtung entwickeln. Vor allem die Änderungen bei den Tagesgeldzinsen durch die Zentralbanken haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Kurse der Hauptwährungspaare. Hinzu kommen Meldungen aus Wirtschaft und Politik. Wir schauen uns an, welche Auswirkungen die einzelnen News auf Majors haben können.

Änderungen der Zinssätze

Die Zentralbank eines jeden Landes passt die Zinssätze je nach Bedarf an, um die wirtschaftliche Situation sowie den Geldfluss im Land zu stabilisieren. Dafür werden die Zinssätze entsprechend gestaltet und beispielsweise angehoben oder gesenkt. Erhöht eine Zentralbank etwa den Tagesgeldsatz, gibt es eine steigende Nachfrage nach der Währung, da die Anleger höhere Renditen erzielen wollen. Deshalb wird diese Währung gegenüber einer anderen Währung deutlich mehr geschätzt und ist mehr wert.

Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten

Die wirtschaftliche Situation in einem Land ist ausschlaggebend für die Entwicklung des Geldmarktes. Deshalb schauen Trader gebannt auf die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten, wie beispielsweise Konjunkturprognosen oder Schätzungen zu Steuereinnahmen im Land. Zu den wichtigen, Kurs beeinflussenden Wirtschaftsdaten gehören beispielsweise die Inflationsdaten oder die Beschäftigungszahlen vom Arbeitsmarkt. Auch das Bruttoinlandsprodukt, die Einzelhandelsumsätze oder der Einkaufsmanagerindex sind essenzielle Indikatoren, die über die Entwicklung der Majors entscheiden.

XTB Demokonto

Das Trading risikofrei mit dem kostenlosen XTB Demokonto testen

Politische Entscheidungen und Handelskriege

Politische Entscheidungen und Handelskriege sind weitere beeinflussenden Faktoren für die Entwicklung der Devisen. Stehen in einem Land beispielsweise Wahlen an, kann ihr Ausgang die Kursentwicklung von einem Moment auf den anderen enorm verändern. Auch Korruptionsskandale oder ein politisch instabiles System nehmen einen Einfluss auf den Devisenkurs. Politische Entscheidungen können die Wirtschaft beeinflussen und umgekehrt. Deshalb ist das Zusammenspiel aus politischen und wirtschaftlichen Daten bei dem Forex Handel so wichtig.

Volatilität

Die Volatilität ruft ebenfalls Kursänderungen hervor, wird aber auch ganz gezielt von Anlegern für Investitionsentscheidungen genutzt. Bei volatilen Währungen oder besonders volatilen Phasen handeln Trader häufiger kleine Positionen. Das dient zur eigenen Risikoabsicherung. Ist im Markt allerdings weniger Volatilität zu erkennen, werden größere Positionen gehandelt. Gerade plötzliche Änderungen der Zinssätze durch die Zentralbank oder politische Entscheidungen sorgen dafür, dass die Volatilität mehr oder weniger ausgeprägt ist. Für alle Anleger, welche die Volatilität für ihre Trading-Strategie nutzen möchten, sind deshalb diese Meldungen am Markt besonders interessant.

Hinweis: Viele Forex Broker bieten die Möglichkeit, dass Anleger aktuelle News ganz bequem als Feed oder Push-Benachrichtigung erhalten können. Damit die Anleger keine wichtigen Ereignisse verpassen, sind solche autarken Nachrichtenübermittlungen besonders sinnvoll. Bestenfalls werden mehrere Quellen miteinander verglichen und kombiniert, denn nicht immer stehen überall sämtliche News in Echtzeit zur Verfügung.

Jetzt Konto bei unserem Forex-Testsieger XTB eröffnen»

Tipp für den Handel mit Devisen

Majors oder Minors? Diese Frage stellen sich viele Anleger, bevor sie das erste Mal investieren. Grundsätzlich gibt es dafür keine pauschale Antwort, wenngleich die Hauptwährungen deutlich liquider und deshalb vor allem für Trading-Anfänger einfacher zu handeln sind. Aber auch bei den Minors können sich interessante Investitionsmöglichkeiten aufgrund der Marktentwicklungen ergeben. Ganz egal, welche Währungspaare Anleger handeln, sie sollten dabei einiges beachten, denn gerade beim Devisenhandel sind Disziplin und Beständigkeit besonders wichtig. Wir haben die wichtigsten Tipps für Forex Trader zusammengefasst.

Tipp 1: Majors bei weniger Handelserfahrung

Trader benötigen beim Handel mit Devisen nicht zwangsläufig viel Erfahrung, wenngleich diese von Vorteil ist. Trading-Anfänger können dennoch in Devisen investieren, sollten dafür aber liquide Währungen nutzen. Dazu zählen beispielsweise EUR/USD oder USD/JPY. Sie machen am Markt das höchste Handelsvolumen aus und sind weniger volatil.

Tipp 2: Technische Analyse für Kursentwicklung nutzen

Die technische Analyse ist ein Hilfsmittel, welches die Trader zur Analyse des Kursverlaufes nutzen können. Dafür gibt es verschiedene Werkzeuge und Indikatoren, die Anleger bei dem Erkennen von Mustern oder Trends unterstützen können. Für die technische Analyse stehen auf den Trading-Plattformen kostenfreie Tools zur Verfügung, wie beispielsweise beim bekannten MT4. Wer wenig Erfahrung mit der technischen Analyse hat, sollte sich zunächst schrittweise damit vertraut machen und bestenfalls ein Demokonto beim Broker seiner Wahl dafür nutzen.

Tipp 3: Keinen zu großen Hebel wählen

Der Hebel ist für viele Anleger beim Devisenhandel richtig interessant, denn damit lässt sich deutlich mehr Kapital in den Markt bringen. Für private Anleger ist der Hebel nach einer gesetzlichen Änderung deutlich reduziert und wird für Majors bis 1:30 sowie bei Nebenwerten bis 1:20 angeboten. Wer bereits Trading-Erfahrung hat, kann mit dem maximalen Hebel agieren. Allerdings sehen sich Anleger damit auch einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Für weniger erfahrene Anleger empfehlen wir zunächst einen geringeren Hebel oder sogar den Verzicht darauf.

XTB Forex Begriffe

XTB erklärt alle wichtigen Begriffe rund um das Thema Trading

Tipp 4: Geeignete Handelsstrategie wählen

Strategisches Vorgehen ist beim Devisenhandel das A und O. Mithilfe einer richtigen Trading-Strategie können Anleger einen „Fahrplan“ für ihre Aktivitäten nutzen und geeignete Zeitpunkte für den Ein- und Ausstieg finden. Für alle Anleger, die bisher kaum Erfahrung mit Handelsstrategien haben, stellen viele Forex Broker kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dabei werden beispielsweise auch verschiedene Strategien vorgestellt und deren Umsetzung erklärt. In Kombination mit einem gratis Demokonto lässt sich das theoretisch erworbene Wissen in die Praxis umsetzen.

Tipp 5: Risikomanagement nicht vergessen

Gerade Trading-Anfänger neigen häufig dazu, dass sie aufgrund von erfolgreichen Trades überwältigt werden und zu viel riskieren. Wer jedoch längerfristig mit seinem zur Verfügung stehenden Kapital investieren möchte, sollte auf ein Risikomanagement setzen. Dazu zählen beispielsweise Absicherungen durch Stop-Loss oder der Einsatz von einem geringen Kapitalanteil.

Fazit: Majors für Anleger aufgrund der Liquidität besonders interessant

Beim Devisenhandel gibt es verschiedene Paare: Majors, Minors und Exoten. Zu den Majors gehören vor allem EUR/USD, USD/JPY oder GBP/USD. Diese Devisen machen global das höchste Handelsvolumen aus und sind aufgrund ihrer Wirtschaftskraft äußerst stabil. Vor allem Trading-Anfänger investieren meist in die Majors, da sie weniger Volatilität aufweisen und somit „berechenbarer“ sind. Doch auch Minors und Exoten können in bestimmten Marktsituationen interessant für Investitionen sein, wenngleich hier meist eine höhere Volatilität besteht. Möchten Trader in Devisen investieren, ist die Auswahl eines geeigneten Forex Brokers entscheidend. Wie die Erfahrungen zeigen, bieten nahezu alle Trading-Plattformen die Majors uneingeschränkt für den Handel an. Unterschiede bestehen hingegen bei den angebotenen Nebenwährungen. Wer sein Portfolio diversifizieren und in Majors und Minors gleichermaßen investieren möchte, sollte beim Forex Broker auf ein ausgewogenes Verhältnis achten. Grundsätzlich empfehlen wir für den Trading-Einstieg vor allem Anfängern ein kostenloses Demokonto, denn damit können Anleger ohne Risiko erste Erfahrungen beim Währungshandel sammeln.

Jetzt Konto bei unserem Forex-Testsieger XTB eröffnen»

Autor Chris Schneider
oddspe
Hochscrollen