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Forex Indikator – das sollten Trader wissen

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 30.05.2019

Forex Indikator

Beim Handel mit Devisen ist es wichtig, den geeigneten Zeitpunkt für den Einstieg und den Ausstieg zu finden. Um den richtigen Moment anzupassen, gibt es verschiedene Faktoren, die dabei weiterhelfen können. Zu den wichtigsten technischen Indikatoren zählen beispielsweise die Bollinger Bänder, RSI oder Stochastik. Diese können von Anlegern genutzt werden, um beispielsweise Trend folgen zu handeln, Trends bestätigen zu lassen oder Profit mitzunehmen. Für weniger erfahrene Anleger kann es schwieriger sein, einen Forex Indikator anzuwenden, denn dazu ist ein Blick auf den Kurs und seine umfassende Analyse nötig. Ein Demokonto kann helfen, den Umgang mit den Forex Indikatoren zu verbessern.

  • Indikatoren für Trend: z. B. ADX oder MACD
  • Oszillatoren gehören zu wichtigsten Forex Indikatoren
  • Kombination aus mehreren Indikatoren sinnvoll
  • Aktuelle News bei Analyse miteinbeziehen

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Anleger können die Devisen entweder Counter-Trend oder mit dem Trend handeln. Für viele Anleger, vor allem Trading-Anfänger, ist es deutlich einfacher, mit dem Haupttrend zu handeln. Voraussetzung dafür ist, dass der Trend überhaupt erkannt wird. Dafür wird das Chartbild zurate gezogen, um den Trend zu bestimmen. Hier gibt es zahlreiche Tools, um den Trend zu bestimmen und ihm folgen zu können. Am einfachsten erfolgt dies über den gleitenden Durchschnitt, der den durchschnittlichen Schlusskurs über einen bestimmten Zeitraum repräsentiert. Der gleitende Durchschnitt zeigt schnell, ob ein Trend vorliegt und in welche Richtung er strebt. Haben die Anleger einen Trend erkannt, können sie ihn handeln. Der Vorteil beim Handel am Devisenmarkt: Anleger können fallende und steigende Kurse gleichermaßen handeln.

Forex Indikator für Trendbestätigung

Zu den wichtigen Forex Indikatoren gehört das Tool zur Trendfolge. Damit können Anleger bestimmen, ob das Devisenpaar mit dem Haupttrend nach oben oder unten verläuft. Wenn das Tool für die Trendbestätigung und die Trendfolge beide Bullen sind, können die Anleger mit großer Sicherheit long gehen und das Devisenpaar handeln. Sind hingegen beide Bären, sollte er bei nächster Gelegenheit verkaufen. Zu den nützlichen und häufig genutzten Trendbestätigung-Tools gehört Movement Average Convergence Divergence, kurz MACD. Er misst zwischen zwei exponentiell geglätteten Moving Average und vergleicht die geglättete Differenz mit einem eigenen Moving Average. Liegt der aktuelle geglättete Durchschnitt über dem gleitenden, wird der Aufwärtstrend bestätigt. Liegt er hingegen unterhalb, wird der Abwärtstrend bestätigt.

Der Forex Volumen Indikator ist Bestandteil der technischen Analyse und spiegelt die Handelsaktivitäten der Trader in einem Zeitabschnitt wider. Zum Einsatz kommt der Volumen Indikator Forex vor allem bei der Preisanalyse, wenn Anleger die Kraft eines Trends bestätigen oder eine Schwäche besonders herausstellen möchten. Damit lässt sich somit auch eine etwaige Trendumkehr erkennen.

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Trendbestätigung und Trendschwäche mit Forex Indikator

Eine haussierende Stimmung wird beispielsweise bei einem Aufwärtstrend mit einem steigenden Handelsvolumen bestätigt. Eine bärenhafte Stimmung spiegeln steigende Volumina bei einem Abwärtstrend wider. Auch die Trendschwäche lässt sich mit diesem Forex Indikator bestätigen. Nehmen die Preise zu und fallen zeitgleich die Volumina, kann dies ein Indiz für die Aufwärtstrendschwäche sein. Die Nachfrage nach Vermögen bei einem steigenden Preis kann im Markt nachlassen.

Volumenbasiertes Werkzeug für Forex Trading

On-Balance Volume zählt zu den volumenbasierten Werkzeugen und wird beispielsweise für die Bestätigung eines Trends oder für die Bestimmung von einem kommenden Wendepunkt verwendet. Bei der Trendbestätigung sehen Anleger im Chart eine erhebende Linie, was auf einen Aufwärtstrend bei den Preisen hindeutet. Der Abwärtstrend hingegen wird durch eine fallende Linie angezeigt. Trader können auch Divergenzmuster analysieren und damit einen Abwärtstrend sowie eine haussierende Umkehr anzeigen lassen. Dazu wird nach dem OBV- Aufstieg mit abnehmendem Preis gesucht. Sehen die Trader bei der Analyse einen OBV-Sturz mit einem steigenden Preis, kann dies der Indikator dafür sein, dass es zu einer bärenhaften Umkehrung des Aufwärtstrends kommt.

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Overbought/Oversold Tool

Haben die Anleger sich für die Trendfolge entschieden, müssen sie entscheiden, ob der Einstieg beim Feststellen eines eindeutigen Trends erfolgt oder nach dem Pullback. Wer so schnell wie möglich mit dem Handel beginnen möchte, kann nach der Bestätigung von einem Aufwärts- oder Abwärtstrend einsteigen. Allerdings können die Trader auch den Pullback abwarten, um auf ein besseres Risiko-Chancen-Verhältnis zu warten. Dafür nutzen Anleger das Overbought/Oversold Tool. Ein Forex Indikator, der dabei häufig zum Einsatz kommt, ist der Drei-Tage-Index der relativen Stärke, kurz RSI. Mithilfe von diesem Indikator können Anleger die kumulierte Summe der Up-Days und Down-Days im ausgewählten Timeframe berechnen. Der Wert kann zwischen 0 und 100 liegen. Sind die Preisbewegungen nach oben gerichtet, dann nähert sich dieser Forex Indikator dem Wert von 100 an. Sind hingegen die Kursbewegungen nach unten gerichtet, dann erfolgt die Annäherung an Null.

Take-Profit Indikator

Anleger können auch für eine Gewinnmitnahme mit verschiedenen Indikatoren arbeiten. Der RSI kann ebenfalls dazu beitragen, um Möglichkeiten für Take-Profit aufzuzeigen. Dafür sollte er ein hohes Niveau von mindestens 80 aufweisen. Halten Anleger eine Short-Position, können sie ebenfalls bei einem RSI unter 20 auf eine Gewinnmitnahme hoffen. Die Bollinger Bänder sind ebenfalls ein wichtiger Forex Indikator für die Gewinnmitnahme. Dafür werden Standardabweichungen bei Preisdaten-Änderungen in einem bestimmten Zeitraum addiert und im Anschluss vom durchschnittlichen Schlusskurs desselben Zeitraumes subtrahiert. Damit erstellen Anleger sogenannte „trading bands“ (Handelsbereiche). Ein weiteres Tool in dieser Kategorie sind auch Trailing Stops.

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Volatilität Indikator Forex – so wird das Trading dem Markt angepasst

Mithilfe der technischen Analysen können Anleger den Markt auf Basis des Charts beurteilen. Dabei geht es häufig um die Erfahrung und das Gefühl der Situation gegenüber. Die Volatilität spielt dabei eine wichtige Rolle, vor allem, wenn sie hoch ist. Dann fällt es deutlich einfacher, sie zu identifizieren. Allerdings ist es ohne eine geeignete Messung nicht immer ganz einfach, die Volatilität zu erkennen und sie entsprechend zu handeln. Deshalb gibt es zur Messung einen Volatilität Indikator Forex, kurz ATR.

So wird der ATR genutzt

Ursprünglich geht der Volatilität Indikator Forex, der von J. Welles Wilder entwickelt wurde, auf den Rohstoffmarkt zurück. Damit bestimmt er die wahre Handelsspanne, welche als True Range gebräuchlich ist. Sie besteht aus dem Maximum von drei Variablen:

  • Differenz von aktuellem Hoch und Tief
  • Differenz vom vorherigen Schluss und dem gegenwärtigen Hoch
  • Differenz des vorherigen Schluss und dem gegenwärtigen Tief.

Der Indikator ist standesgemäß in der für den Forex Handel bewerten Trading-Plattform MT4 und MT5 enthalten, sodass Anleger kein zusätzliches Download benötigen. Unter dem Menüpunkt „Indikatoren“ sind sämtliche wichtigen Indikatoren für den Devisenhandel zusammengefasst. Die Anleger müssen lediglich ihre geeignete Periode auswählen und können dann mit der Analyse beginnen.

Was sagt der ATR aus?

Die Regeln des ATR geben Anlegern eine präzise Anleitung, an welcher Stelle die Position umgekehrt oder geschlossen werden sollte. Aber der Indikator kann auch zur Messung der Trendstärke eingesetzt werden. Da der Indikator die Volatilität misst, können Trader diesen auch als Identifizierung für Exit-Punkte nutzen.

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Warum gibt es mehr als meinen Forex Indikator?

Die Liste der Forex Indikatoren ist äußerst lang. Viele Anleger stellen sich deshalb die Frage, weshalb sie überhaupt notwendig sind. Der Grund für die Vielfalt liegt in der Geschichte des Forex Marktes. Erst nach 1980 war für die Öffentlichkeit der Zugriff auf den Devisenmarkt überhaupt möglich. Bis dahin fiel es Banken oder andere Institutionen schwer, großes Volumen zu handeln, da die Liquidität am Markt nicht gegeben war. Es gibt anders als am Wertpapiermarkt keine zentrale Regulierung, sodass die Banken vorher untereinander die Devisen gehandelt haben.

Der Blick auf die Geschichte der Indikatoren

Die Banken haben bis 1980 die Devisen untereinander gehandelt, was eine geringe Liquidität des Marktes bedingte. Damit konnten die Aufträge der Kunden nicht mehr zu den angestrebten Preisen ausgeführt werden, da es schlicht häufig keine Gegenseite als Käufer oder Verkäufer gab. Der Nachteil: Banken mussten wesentlich schlechtere Kurse annehmen. Es wurde der Forex Markt mit der Entwicklung des Internets der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und somit auch die Liquidität des Marktes erhöht.

Die Indikatoren sollen Regeln für Handelssignale schaffen

Mit der zunehmenden Anzahl der Marktteilnehmer und der erhöhten Liquidität kommt es auch zu einer größeren Volatilität. Genau deshalb ist es wichtig, beim Handel mit Devisen den richtigen Zeitpunkt zum Investieren oder zum Aussteigen zu finden. Die Indikatoren dienen dazu, Regeln zu schaffen sowie klare Handelssignale zu erzeugen.

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Warum der bloße Verlass auf Indikatoren nicht sinnvoll ist

Die Indikatoren bieten eine gute Grundlage, um gezielt nach Handelssignalen im Chart oder am Markt zu suchen. Für Trader sind sie eine gute Unterstützung, um zu agieren, aber dennoch sollten Indikatoren nicht als die Wunderwaffe beim Devisenhandel dienen. Erfahrung beim Devisenhandel ist ebenso wichtig, denn gerade Trading-Anfänger neigen häufig zu übereilten Handlungen, weil sie die Marktsituation falsch einschätzen.

Indikator ja, aber…

Ein Forex Indikator nutzt für die Berechnung stets vorangegangene Preisbewegungen und historische Daten. Allerdings berücksichtigen sie kaum aktuelle Marktsituationen. Natürlich sind die Indikatoren eine gute Unterstützung und können zur Orientierung für den Handel dienen, aber nur auf Basis eines Indikators sollten Anleger nicht ihre Position eröffnen. Bestenfalls kombinieren sie mehrere Indikatoren miteinander, um beispielsweise den Trend mehrfach zu bestätigen. Auch der Blick auf die aktuelle, allgemeine Marktlage ist von Vorteil. Gerade der Devisenmarkt ist besonders anfällig für Schwankungen aufgrund von politischen Entscheidungen oder Wirtschaftsnachrichten. Innerhalb von wenigen Sekunden kann sich der Kurs aufgrund einer aktuellen Nachricht verändern, trotz einer anderen Aussage eines Indikators. Deshalb sollten Trader nicht nur stur auf die Aussage der Indikatoren vertrauen, sondern vor dem Investment immer die Harmonisierung durch die aktuelle Nachrichtenlage durchführen.

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Mehrere Indikatoren miteinander kombinieren

Der Handel ohne einen Forex Indikator ist zwar möglich, aber nicht zwangsläufig empfehlenswert. Die Trader sind nicht dazu verpflichtet, dass sie überhaupt Indikatoren nutzen, aber durch die komfortablen Anwendungen auf den Trading-Plattformen wird dies deutlich erleichtert. Wer ohne Indikatoren agiert, handelt faktisch blind und verlässt sich nur auf sein Bauchgefühl oder womöglich den bloßen Blick auf das Chart. Diese Strategie, wenn es denn eine ist, kann natürlich aufgehen, tut es aber in den wenigsten Fällen. Indikatoren dienen den Anlegern dazu, um Signale im Kursverlauf zu finden und sie entsprechend handeln zu können. Deshalb gibt es auch verschiedene Indikatoren für die Trendbestimmung/Trendbestätigung oder für die Verlustbegrenzung. Letztere ist für das Risikomanagement besonders wichtig, denn auch beim Devisenhandel geht es um viel Geld.

Indikatoren kombinieren und deutlichere Aussage erhalten

Die Kombination von mehreren Indikatoren ist empfehlenswert, um eine noch präzisere Aussage zu erhalten. Damit zeigt sich, ob sich das Ergebnis eines Indikators bestätigt oder ob es nicht doch eine andere Entwicklung gibt. In Kombination mit aktuellen News sind die Indikatoren ein gutes Mittel, um zu handeln und seine Verluste zu begrenzen. Genau darum geht es beim Devisenhandel, denn kein Trader möchte freiwillig mit seinem Investment Verluste erzielen. Um ein Gefühl für die Anwendung der Indikatoren zu erhalten, ist die Nutzung von einem Demokonto empfehlenswert, wie es von vielen Forex Brokern angeboten wird.

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Tipp: Limitorders für die Verlustbegrenzung

Mithilfe von Widerstands- und Unterstützungslinien können Anleger den passenden Zeitpunkt für den Kauf und Verkauf erhalten. Vor allem bei einem erwarteten Seitwärtstrend sind sie besonders hilfreich. Anleger erfahren im Kurs durch die Linien, wann der neue Trend bevorsteht oder wann der gegenwärtige Trend endet. In Kombination mit Stop-Buy-Order oder Stop-Loss-Order können Anleger ihre Verluste begrenzen.

Risikomanagement bei Forex Handel unerlässlich

Das Risikomanagement ist beim Handel mit Devisen unerlässlich. Dazu gehört es nicht nur, seine Verluste bestmöglich zu begrenzen, sondern auch Gewinne mitzunehmen und nicht zu viel zu wagen. Anleger sollten stets mit einer Stop-Position agieren, um die Verluste zu begrenzen, und nie mit dem gesamten Kapital auf dem Handelskonto agieren. Pro Trade sollte der Einsatz nur einen geringen Teil des gesamten Handelsvolumens ausmachen, um einen Schutz vor Komplettverlust zu haben. Außerdem ist es wichtig, dass Trader nur mit ihrem eigenen Geld und nicht etwa mit finanzierten liquiden Mitteln investieren. Der Handel am Devisenmarkt zählt zu den risikoreichen Investments, sodass auch der komplette Kapitaleinsatz verloren gehen kann. Wenn Anleger mit finanziertem Kapital handeln und gegen die Position verloren, kommt das zusätzlich zur Bezahlung der finanzierten Summe auf die Trader zu. Viele Forex Broker bieten Unterstützung beim Handel in Form von Weiterbildungsangeboten zum Risikomanagement, der Anwendung von Indikatoren oder Anlagestrategien. Vor allem für Trading-Anfänger ist es empfehlenswert, dass sie diese (kostenlosen) Weiterbildungsangebote nutzen, um Grundlagenwissen zu schaffen.

Fazit: Mehrere Forex Indikatoren hilfreich

Es gibt nicht den einen Forex Indikator, der für die Analyse besonders wertvoll ist. Beim Handel mit Devisen können Anleger auf verschiedene Indikatoren zurückgreifen, wobei sich die wichtigsten in zehn verschiedene Indikatoren zusammenfassen lassen. Dazu zählen beispielsweise die Indikatoren für gleitende Durchschnitte der Kurse: SMA und EMA. Auch die Oszillatoren sind bewährte Indikatoren für die Analyse. Hierzu zählen Stochastik, RSI oder CCI. Hinzu kommen Trendindikatoren, wie MACD oder ADX. Und Indikatoren für Kurs-/Preis-Kanäle (u. a. Bollinger Bänder). Die Kombination von mehreren Indikatoren ist sinnvoll, denn damit erhalten die Trader eine fundierte Aussage zum Kurs und Zustimmung am Markt. Auch die Einbeziehung von aktuellen Nachrichten als Ergänzung zum Resultat der Indikatoren ist sinnvoll, um keine plötzliche Kursveränderung durch eine News zu erleben. Die Anwendung der Indikatoren ist gerade für Trading-Anfänger nicht immer ganz einfach, wird aber durch Handelsplattformen wie den MT4 deutlich vereinfacht. Hier stehen die wichtigsten Indikatoren für die kostenlose Nutzung bereit und können bequem mit einem Mausklick auch von weniger erfahrenen Anlegern genutzt werden.

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Autor Chris Schneider
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