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Einigung im Streit um die Fernsehgelder

Im Streit um die Verteilung der Fernsehgelder haben sich die Beteiligten geeinigt. Heute gab die zuständige Deutsche Fußball Liga (DFL) im Auftrag des Ligaverbandes die folgende Presseerklärung ab.

Der Vorstand des Ligaverbandes hat am Donnerstag die Verteilung der Einnahmen aus den audio-visuellen Rechten an den Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga ab der Saison 2006/2007 einstimmig beschlossen.

Dabei wurden folgende Eckdaten festgeschrieben.

1. Das Verhältnis zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga liegt bei 79% zu 21%.

2. Die Spreizung zwischen den Plätzen 1 und 18 beider Spielklassen liegt bei 2:1.

3. Der garantiert zur Verteilung kommende für die 2. Bundesliga beträgt 86 Millionen Euro.

Konkret bedeutet dies, dass in der Bundesliga ein Verein aus den Inlandserlösen der Meisterschaftsspiele maximal rund 23,3 Millionen Euro und minimal rund 11,7 Millionen Euro erzielen kann. In der 2. Bundesliga geht die Spreizung in dieser Hinsicht von 3,6 Millionen Euro bis 7,2 Millionen Euro. Darüber hinaus profitieren die Bundesliga-Clubs gesondert aus den Einnahmen der Auslandsvermarktung. Hier erhält der Deutsche Meister 4 Millionen Euro, der Tabellen-18. durchschnittlich 518.000 Euro.

Zudem wurde eine ‘Abstiegsversicherung’ für die Absteiger in die Regionalliga beschlossen, die sich aus dem Live-Pool des DFB-Pokals finanziert.

Liga-Präsident Werner Hackmann zeigte sich mit dem Kompromiss sehr zufrieden: ‘Die gemeinsam festgelegten Prämissen wurden umgesetzt. Jeder Club erhält mehr, die Leistung wird besser belohnt und der Abstieg aus der Bundesliga besser abgefedert. Hinzu kommt, dass das Verhältnis zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga stabil bleibt und auch der Abstieg aus der 2. Bundesliga finanziell weniger folgenschwer wird.’

gez. Christian Pfennig
Pressesprecher
Frankfurt / Main, den 02.02.2006

Stimmen

“Das ist ein Kompromiss, der für alle tragfähig ist. Jeder Verein von Platz 1 bis 18 findet sich wieder”, sagt Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

“Dieses Modell können wir mittragen. Die Gewichtung hat sich etwas verändert und die sportliche Leistung wird mehr belohnt”, so Klaus Allofs, Sportdirektor bei Werder Bremen.

“Einige haben das Ergebnis begrüßt, andere kritisiert. Aber keiner hat gesagt, dass alles Mist ist. Wir haben uns darum bemüht, das Solidarprinzip beizubehalten”, lautet die Einschätzung von Werner Hackmann, Präsident der DFL.

“Die Spreizung bei der Verteilung wurde zum sechsten Mal nach Außen geöffnet. Das halte ich für kontraproduktiv für den Wettbewerb in der Bundesliga. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass das Modell mehrheitsfähig ist”, kritisiert Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Die TV-Geld-Diskussion im Forum

Autor Chris Schneider
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