Wettanbieter Vergleich/Allgemein/[Afrika Cup 2010] Ägypten besiegt Kamerun mit 3:1 nach Verlängerung

[Afrika Cup 2010] Ägypten besiegt Kamerun mit 3:1 nach Verlängerung

In der Wiederauflage des Finales von 2008 bewiesen die Ägypter wieder einmal ihre Vormachtstellung in Afrika und konnten Kamerun im Viertelfinale mit 3:1 nach Verlängerung besiegen.

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Africa Cup Ägypten gegen Kamerun

Titelverteidiger Ägypten gegen Vize-Afrikameister Kamerun – das Duell der beiden Finalteilnehmer vor zwei Jahren fand diesmal bereits im Viertelfinale statt. Während die Ägypter bisher ein makelloses Turnier spielen (3 Spiele, 3 Siege, darunter der Sieg gegen Nigeria), sind die Kameruner geradezu in die Runde der letzten Acht “gestolpert”. Einer 0:1-Auftaktniederlage gegen Gabun folgten zwei nicht überzeugende Spiele gegen Sambia und Tunesien, in denen man 4 Punkte holte und noch gerade so ein blamables Vorrundenaus verhindern konnte.

Hassan – der Mann des Spiels

Das Spiel war in der ersten Halbzeit wie zu erwarten wahrlich kein Offensivspektakel. Beide Mannschaften wollten nichts riskieren und hatten Respekt voreinander. Man neutralisierte sich eben. Die erste Torgelegenheit, die man erwähnen könnte, war der Volleyschuss von Kameruns Geremi, der den Ball aber einige Meter zu hoch anvisierte (13.). Die Kameruner, die insgesamt etwas motivierter als ihr Gegner wirkten, gingen schließlich in der 26. Minute durch ein kurioses Tor in Führung. Achille Emana schlug zum wiederholten Male eine Ecke auf den kurzen Pfosten und traf direkt zum 1:0. Der am ersten Pfosten stehende Ahmed Hassan sah bei seiner missglückten Kopfballabwehr sehr unglücklich aus, der Gegentreffer ist daher ihm zuzuschreiben. Damit gingen die Spieler vom französischen Trainer Paul Le Guen zum ersten Mal in diesem Turnier in Führung. Diese hatte jedoch nicht lange Bestand: Nur elf Minuten später machte Ägyptens Rekordnationalspieler Ahmed Hassan seinen Fehler wieder gut und traf per Distanzschuss zum 1:1. Zwar ist der Ball kurz vor der Linie einmal auf den Boden aufgekommen, dennoch musste Carlos Kameni diesen Ball halten. Das highlightarme Spiel der Gigantenging folgedessen mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden in die Pause.

Keine Entscheidung in der normalen Spielzeit

Die zweite Halbzeit gab dann schließlich ein ganz anderes Bild ab, denn die Partie war plötzlich von vielen Torgelegenheiten geprägt. Den Anfang machten die Ägypter, die in den ersten fünf Minuten – auch mit Unterstützung der kamerunischen Abwehrspieler – gleich zu drei guten Chancen kamen. Dabei konnte zweimal der Dortmunder Mohamed Zidan auf sich aufmerksam machen, als er zum einen mit seinem schwachen linken Fuß zu schlecht abschloss und zum anderen im Strafraum an Kameni scheiterte. Die Anfangsphase gehörte also dem Titelverteidiger, der viel wacher aus der Kabine kam.

Doch anschließend wendete sich das Blatt und die Kameruner drückten auf den Führungstreffer. Georges Mandjeck vom 1. FC Kaiserslautern, Eyong Enoh und der Torschütze Achille Emana versuchten es mit gefährlichen Distanzschüssen, scheiterten aber entweder an Torhüter El Hadary oder verzogen knapp. In der Folgezeit begann sich das Spiel jedoch wieder an das Niveau der ersten Halbzeit anzupassen. Hinzu kamen viele Fouls, die eine Menge an Unterbrechungen zur Folge hatten und den Spielfluss erheblich beeinträchtigten. Der Superstar von Kamerun, Samuel Eto’o, versuchte es noch einmal mit zwei Schüssen aus der Distanz, denen allerdings die Präzision fehlte. So gehörte den Ägyptern die letzte Chance in der regulären Spielzeit (Meteebs Schuss aus nur einigen Metern Entfernung landete am Außennetz), ehe die Partie wie schon das gestrige Spiel zwischen der Elfenbeinküste und Algerien in die Verlängerung ging. Der Afrikameister konnte dabei sehr froh sein, da die Kameruner am Ende die bessere Mannschaft waren und den Sieg verdient hätten.

Ägypten erreicht glücklich das Halbfinale

Waren in der zweiten Halbzeit noch die Ägypter besser aus den Startlöchern gekommen, so waren es nun die Kameruner, die in den ersten zwei Minuten der Verlängerung zu zwei guten Schussgelegenheiten kamen und das Spiel schnell zu ihren Gunsten entscheiden wollten. Doch – wie soll es auch anders sein – kam auch hier schnell die Wende. Es folgten zwei Minuten, in denen die Ägypter dank des Unvermögens ihres Gegners und dank einer Fehlentscheidung des Schiesdrichtergespanns völlig aus dem Nichts einen 3:1-Vorsprung erspielten. Geremis Rückpass zu Kameni geriet zu kurz – Edeljoker Mohamed Gedo bewies Reaktionsschnelligkeit und traf durch die Beine des Keepers zum 2:1 (92.) und Hassans Freistoß, den Kameni auf unorthodoxe Weise an den Pfosten lenkte, landete zwar vor der Linie, die Schiedsrichter entschieden allerdings fälschlicherweise auf ein Tor (94.).

Das couragiertere Team aus Kamerun, das sich in diesem Spiel übrigens 20 Ecken erarbeitet hat (Ägypten: 0), war anschließend verständlicherweise geschockt und musste sich ihrem Schicksal ergeben. Zwar ergaben sich noch einige Chancen auf Seiten der Kameruner (Eto’o verfehlte den Ball im Strafraum nur knapp), das Spiel konnte jedoch nicht mehr umgebogen werden und zudem sah Aurelien Chedjou aufgrund einer Notbremse noch die Rote Karte. Die Ägypter brachten ihren Vorsprung in souveräner Manier über die Zeit und zogen damit ins Halbfinale dieses Afrika Cups ein. Dort wartet mit Algerien ein Gegner, den man aufgrund der verpassten WM-Qualifikation nur zu gerne schlagen würde. Es erwartet uns ein brisantes Spiel.

Statistik

Ägypten: Esam El Hadary, Mahmoud Fathallah, Ahmed El Mohamadi, Sayed Moawad, Wael Gomaa, Hany Saïd,Ahmed Fathi, Hosny Abd Rabou (85. Hossam Ghaly), Ahmed Hassan (118. Mohamed Abdel-Shafy), Mohamed Zidan (67. Mohamed Gedo), Emad Motab

Kamerun: Carlos Kameni, Nicolas N’Koulou, Henri Bedimo, Aurelien Chedjou, Alexandre Song, Geremi (106. André Bikey), Achille Emana (88. Pierre Webó), Eyong Enoh, Georges Mandjeck, Samuel Eto’o, Mohamadou Idrissou

Tore: 0:1 Emana (26.), 1:1 Hassan (37.), 2:1 Gedo (92.), 3:1 Hassan (94.)

Schiedsrichter: Jerome Damon (Südafrika)
Stadion: Complexo da Sr. da Graça (Benguela / Angola)
Gelbe Karten: El Mohamadi, Moawad, Gomaa, Rabou / N’Koulou, Mandjeck
Rote Karten: N’Koulou (Kamerun/112.)

Autor Chris Schneider
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